Meine erste Zeit in Israel

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Seit dem letzten Blogpost sind viele Wochen vergangen und ich bin jetzt schon seit einiger Zeit in Israel. Ich bin für ein paar Monate nach Eilat gekommen, um in einem Hotel als Rezeptionistin zu arbeiten. Das Hotel (Herods Hotel), in dem ich arbeite, ist in drei verschiedene Hotels unterteilt. Es gibt das große Palace Hotel, was das zentrale Hotel ist. Außerdem gibt es noch das Boutique und das Vitalis Hotel (Spa Hotel). Ich komme in allen drei zum Einsatz, was ich sehr gut finde, weil ich so die Möglichkeit habe, drei völlig unterschiedliche Hoteltypen kennen zu lernen.

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Die Arbeit als Rezeptionistin macht mir wirklich viel Spaß und ich mag das Hotel als Arbeitsplatz. Dadurch, dass ich irgendwie mit Hotels aufgewachsen bin und das Glück hatte, schon in vielen Hotels Gast gewesen zu sein, finde ich es jetzt interessant, „die andere Seite“ kennenzulernen und teilweise habe ich das Gefühl, dass ich manche Gäste besser verstehen kann, als manche meiner Kollegen.

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Zum Glück habe ich noch vor meiner Abreise einen kleinen „Crash Kurs“ im Leonardo Boutique in München gemacht, wo mir viele Tipps für den Job als Rezeptionistin gegeben wurden und mir das ganze System im Computer erklärt wurden. Ohne diese paar Tage wäre ich gerade am Anfang verloren gewesen. Denn leider gibt es hier, was das Ausbilden angeht, kein richtiges System und man wird in vielen Situationen „einfach mal ins kalte Wasser geschmissen“. Anfangs war das echt stressig, weil ich damals wirklich noch keine Ahnung hatte, was ich machen muss, weil es mir einfach noch nicht beigebracht wurde. Allgemein sind die meisten Erklärungen auch sehr oberflächlich. So ist es auch gekommen, dass ich an einem meiner ersten Tage einen Gast in den Spa Bereich führen sollte. Ich habe mich auf die Erklärung meiner Ausbilderin verlassen, was allerdings dazu geführt hat, dass ich mit dem armen Gast im Hotel herumgeirrt bin und er mir dann dabei helfen musste, das Spa zu finden. Diese Situation war echt unangenehm, zum Glück hatte der Gast Verständnis dafür, dass ich damals neu war. Aber mittlerweile komme ich viel besser zu Recht und auch wenn ich Hilfe brauche, weiß ich, an wen ich mich wenden kann. Ich mag auch alle in meiner Abteilung und arbeite mit den meisten gerne zusammen.edensstories_eilat5

Die größte Herausforderung für mich ist das hebräische Alphabet, weil ich einfach ein bisschen länger brauche, bis ich ein Wort entziffere und das hebräische Schreiben ist noch problematischer. Grundsätzlich ist das System im Computer auf Englisch aber viele Gästenamen oder Bemerkungen in den Reservierungen sind auf Hebräisch geschrieben. Das Email-Schreiben gebe ich immer geschickt an einen meiner Kollgegen ab und wenn ich irgendwas handschriftlich machen muss, schreibe ich einfach auf Englisch.

Was auch eine Erfahrung für sich ist, ist von Tag zu Tag mitzuerleben, über was sich Gäste alles beschweren können. Dass Gäste mit ihrem Zimmer unzufrieden sind, ist mittlerweile eine Standart Beschwerde. Nicht wenige Gäste kritisieren allerdings Dinge, bei denen ich nie gedacht hätte, dass es daran überhaupt etwas zu kritisieren gibt. Aber auf der anderen Seite gibt es dann auch die Gäste, die man echt gern hat und man sich an deren Namen und Zimmernummer erinnert, wenn sie an die Rezeption kommen.

Grundsätzlich sind alle, die im Hotel arbeiten, super lieb und sagen mir immer, dass ich gerne zu ihnen kommen kann, wenn ich irgendwas brauche.

Viele junge Leute aus Israel kommen nach Eilat, um hier zu arbeiten, weshalb eine der ersten Fragen, die man gestellt bekommt, wenn man jemanden neuen trifft, ist „Wo kommst du eigentlich her?“ Jeder, dem ich erzählt habe, dass ich eigentlich in Deutschland wohne und meine Familie dort lebt, reagiert total überrascht und ist schockiert. Die meisten können auch gar nicht verstehen, warum ich das mache.

edensstories_eilat6Ich mag das Hotel und die meisten Menschen, die hier arbeiten wirklich gerne. Mir gefällt es an einem Ort zu arbeiten, an dem man die Aufgabe hat, andere Menschen glücklich zu machen, ein Ort, an den man kommt, um etwas „Gutes“ wie seinen Urlaub zu erleben.

Dadurch, dass ich jetzt in Israel lebe, hab ich öfters die Gelegenheit meine israelische Familie zu sehen, was mir echt gut tut. Immer wenn ich mehrere Tage am Stück frei habe, fahre ich nach Beer Sheva zu meinen Verwandten.

Ich mag mein Leben hier, es gibt zwar einige Dinge, an die ich mich gewöhnen musste bzw an die ich mich erst gewöhnen muss, aber ich gehe jeden Tage gerne in die Arbeit und oft denke ich mir am Ende meiner Schicht „ich hätte jetzt locker noch 3 Stunden länger bleiben können.“ Und genauso gibt es auch Dinge, die ich am Leben in Israel liebe.

edensstories_eilat7Es gibt noch so viel mehr, was ich erzählen könnte, aber ich glaube es reicht jetzt erst mal.😉 Ich habe aber vor, wieder öfter zu schreiben und mehr Einblicke in mein Leben hier zu geben.

Liebe Grüße aus Israel!!🇮🇱😘

Eure Eden

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